OpenClaw kosteneffizient betreiben – Modellkosten intelligent optimieren
Wie Sie OpenClaw so konfigurieren, dass Sie maximale Leistung bei minimalen API-Kosten erhalten. Kontextgröße, Modellwahl, Fallback-Strategien und Best Practices für ein professionelles Setup.
OpenClaw kosteneffizient betreiben – meine Learnings nach einer Woche
🚀 Der Anfang: Das teure Abenteuer
Ich nutze OpenClaw jetzt seit ungefähr einer Woche. Am Anfang habe ich einfach meinen normalen Claude Code / Cloud-Token verwendet. Dazu hatte ich als Fallback OpenAI Codex konfiguriert. Das lief technisch super: Wenn Anthropic ins Rate-Limit lief, ist einfach OpenAI eingesprungen.
Ergebnis: Stabil und vermutlich ~20–30 € im Monat 💸
⚠️ Das Problem
Aber so ist das nicht gedacht – und das mag Anthropic verständlicherweise nicht. Also habe ich auf einen sauberen API-Key umgestellt.
Und da wurde es plötzlich richtig teuer.
💰 Wenn man standardmäßig Opus als Primary-Modell laufen lässt (was viele machen, weil „bestes Modell"), dann wird OpenClaw sehr schnell unbequem im Preis.
💡 Meine konkreten Empfehlungen
1️⃣ Heartbeat unbedingt günstiger konfigurieren
Standardmäßig läuft der Heartbeat oft viel zu aggressiv. Ich habe das geändert auf:
Heartbeat-Modell: Haiku
Intervall: 60 Minuten (statt 30)
🎯 Warum das wichtig ist
Heartbeat braucht keine Intelligenz. Der soll nur prüfen, ob der Agent noch lebt.
- ❌ Opus für Heartbeat: Kompletter Overkill
- ✅ Haiku für Heartbeat: Perfekt ausreichend
Allein das spart dauerhaft signifikante API-Kosten ein.
2️⃣ Kontext aktiv begrenzen
Das war mein größtes Learning. Ich habe im System-Prompt explizit ergänzt:
💬 „Nimm nicht automatisch den gesamten bisherigen Kontext mit. Verwende nur relevanten Kontext und lade zusätzlichen Kontext nur auf Nachfrage."
🔥 Das verändert das Verhalten massiv
OpenClaw schickt sonst bei längeren Sessions absurd viele Tokens mit.
⚡ Die Moral: Es ist nicht die Modellwahl, sondern die Kontextgröße, die teuer wird.
Das ist der Hidden Cost – nicht primär das Modell selbst!
3️⃣ Modell-Hierarchie richtig wählen
Ich fahre aktuell diese Strategie:
🐇 Haiku → 🧠 Sonnet → 🚀 Opus
| Modell | Use Case | Kosten | |--------|----------|--------| | Haiku | Standard-Arbeitspferd | 💰 | | Sonnet | Mittlere Komplexität | 💰💰 | | Opus | Wirklich komplexe Tasks | 💰💰💰 |
🎓 Kernidee
Du brauchst keinen Anwalt für Sekretariatsaufgaben.
✅ Wann Haiku völlig ausreicht:
- Kleine Code-Änderungen
- Dateioperationen
- Git-Management
- Einfache Refactorings
- Routine-Automatisierung
- Heartbeat-Checks
🚀 Wann du Opus brauchst:
- Komplexe Architektur-Entscheidungen
- Multi-File-Refactorings mit Abhängigkeiten
- Debugging schwieriger Bugs
- Strategische Code-Reviews
Opus ist großartig – aber als Default schlicht unnötig teuer.
4️⃣ Cloud Code clever weiterverwenden
Was ich weiterhin mache: Claude Code lokal installieren und meinem OpenClaw-Agent sagen:
„Benutze Cloud Code zum Coden."
🎨 Wie das funktioniert
Das funktioniert erstaunlich gut. Rechenintensive Coding-Aufgaben laufen dann über Claude Code – und OpenClaw bleibt der Orchestrator.
OpenClaw (Haiku) → "Ich brauche Code" → Claude Code (lokal)
↓
Result zurück
↓
OpenClaw integriert
Resultat:
- ✅ Massiv gesparte API-Kosten
- ✅ Bessere Spezialisierung
- ✅ Schnellere Code-Generierung
📊 Meine aktuelle Konfiguration
| Bereich | Einstellung | Grund | |---------|------------|-------| | API-Zugang | Sauberer API-Key | Kein Token-Sharing | | Heartbeat-Modell | 🐇 Haiku | Keine Intelligenz nötig | | Heartbeat-Intervall | ⏱️ 60 Minuten | Weniger Polls = weniger Kosten | | Standard-Modell | 🐇 Haiku | 80% der Tasks brauchen nicht mehr | | Eskalation | 🧠 Sonnet → 🚀 Opus | Nur bei echtem Bedarf | | Kontext | 📉 Bewusst begrenzt | System-Prompt-Anweisung | | Coding | 💻 Claude Code (lokal) | Intensive Tasks auslagern |
🎯 Fazit
OpenClaw ist brutal stark. Aber wenn man einfach Opus als Default laufen lässt, wird es teuer.
Mit meiner Konfiguration ist das Ganze deutlich entspannter – auch finanziell.
📈 Vorher vs. Nachher
- Vorher (Opus Default): ~100–150 € / Monat ❌
- Nachher (Haiku + Smart Escalation): ~20–30 € / Monat ✅
🔑 Die wichtigste Erkenntnis:
OpenClaw ist kein Autopilot. Man muss ihn konfigurieren wie ein System – nicht wie ein Spielzeug.
🛠️ Quick-Start Checklist
- [ ] Heartbeat auf Haiku umstellen
- [ ] Heartbeat-Intervall auf 60 min erhöhen
- [ ] System-Prompt mit Kontext-Begrenzung ergänzen
- [ ] Standard-Modell auf Haiku setzen
- [ ] Opus nur für komplexe Tasks reservieren
- [ ] Claude Code lokal für intensive Coding-Tasks nutzen
Happy Optimizing! 🚀